Stress: Mal Bug, mal Feature

Herzlich willkommen bei Entwicklerleben, deinem neuen Lieblingspodcast rund

um die Themen Code, Karriere und was sonst noch relevant im Leben eines Entwicklers ist.

Ich bin Raphael, dabei ist auch wieder Jan. Grüß dich.

Hi, ein frohes neues Jahr an unsere Zuhörer.

Wir hoffen, ihr habt die stressigen Weihnachts- und Jahreswechseltage gut hinter euch gebracht.

Und wir haben uns gedacht, wir knüpfen heute einfach mal an das Thema Stress

ein bisschen an und sprechen über Stress als Entwickler in jeglicher Form.

Gibt es ja unterschiedlichen Stress, sei es jetzt irgendwie eine Deadline,

Bore-out ist auch eine Art Stress, sprich, was ist, wenn man irgendwie nichts

zu tun hat und wie lenkt man sich dann eigentlich nach Feierabend ab,

falls man Feierabend hat?

Also, wenn ich so jetzt an meinen Alltag denke.

Genau. Jan, was machst du zur Abwechslung? Oder was hast du über die Feiertage gemacht?

Ja, ich hatte tatsächlich nach einigen Jahren mal wieder frei zwischen den Jahren.

Und ja, mir kam das schlechte Wetter ein bisschen in die Quere vom Ausspann,

weil ich ja in meiner Freizeit ehrenamtlich beim THW bin und dadurch gab es eine ganze Menge zu tun.

Also war es eigentlich doch wieder stressig, aber trotzdem habe ich mich doch

erholt gefühlt, dass ich gestern wieder reingegangen bin in die Arbeit,

weil es ja dann doch eine andere Art von Arbeit und Stress ist,

als das, was so im Alltäglichen ist.

Also es ist weniger Kopfsache, sondern eher körperliche Tätigkeit, richtig?

Ja, absolut, absolut, genau.

Das ist eigentlich das Coole. Eigentlich nehmen wir schon das Wichtigste vorweg,

ist einfach sich körperlich betätigen, raus- oder irgendwie abschalten.

Irgendeine Abwechslung, genau. Also ich mache auch ganz viel oder habe vorher

auch ganz viel immer dann nach dem Feierabend irgendwas Handwerkliches oder

sowas getan, also irgendwas mit Holz oder ich habe da lange Zeit auch renoviert.

Das ist einfach nicht, dass es nicht schwierig wäre auch, auch,

aber das ist, mich persönlich fordert das einfach in einer ganz anderen Ecke.

Also wenn man irgendwie mit irgendwelchen Holzsachen rummacht und dann da irgendwas

baut oder sowas, muss man natürlich auch aufpassen, aber es ist nicht so dieses,

ja, dieses tief im Kopf, was läuft, um logisch gut zu denken,

sondern einfach so ein bisschen,

ja, und wenn das schief geht, ist das nicht so schlimm, dann schneidet man das

vielleicht ab oder kauft das Teil halt einfach neu.

Neu, ja, da ist der Ärger nicht so groß, wenn man es mal verbockt.

Zum Thema, was ich so gemacht habe, es ist mir jetzt nicht so gelungen,

irgendwie abzuschalten. Also...

Auch zwischen den Tagen gearbeitet. Das Einzige, was ich so wirklich offline

gemacht habe, ist meinen Schrank ausgemistet an Neujahr.

Das war irgendwie so eine total spontane Aktion. Ach komm, irgendwie einfach

mal alte Klamotten raus.

Das tat dann halt schon irgendwie ein bisschen gut, dass man halt jetzt nicht

irgendwie überlegt hat, oh, was kann man irgendwie so an Projekten machen und

hier ist noch ein konkretes Problem, was irgendwie gelöst werden muss.

Und das, ja, nehme ich jetzt nochmal die Tage mit dem Keller vor,

damit da auch mal ein bisschen Platz ist. So viel zum Thema Neujahrsvorsatz.

Eigentlich auch schon lange aufgeschoben, ich meine, seit dem letzten Umzug,

ich meine, wer kennt es nicht.

Genau, ansonsten, es kam ein bisschen über die Feiertage zur Ruhe,

aber trotzdem so der Kopf, der ist halt immer noch an.

Also ich meine, das ist, glaube ich, nochmal ein Unterschied,

ob man jetzt irgendwie selbstständig ist oder angestellt, dass man da oder längere

Zeit Urlaub hat, aber irgendwie ist bei mir,

dafür will ich zu viel irgendwie machen, aber...

Ich ruhe mich nicht aus in dem Sinne. Oder mein Körper signalisiert so,

hey, mach mal irgendwie langsam, geh mal früher schlafen oder so.

Aber mein Kopf sagt so, nein, das muss noch gemacht werden. Das muss noch gemacht werden.

Und was ich jetzt zum Beispiel morgen mache, ich gehe einfach ins Spa oder in

eine Therme. Das kann man halt ganz gut machen.

Habe ich auch in sehr, sehr stressigen Phasen häufiger gemacht.

Einfach mal ein paar Stunden dann dort liegen. Fliegen, ein bisschen Schwimmen,

ein bisschen Sauna, da kommt man doch ganz gut zur Ruhe.

Und ansonsten mal ein Wochenende wegfahren, das hilft auch.

Ich meine, jetzt habe ich hier den relativ teuren Luxus in München,

nah an den Bergen zu sein, dass man dort auch schon mal schnell irgendwie in der Natur ist.

Was immer als ganz großes Plus hier in München bezeichnet wird,

was es auch wirklich ist.

So, du setzt dich eine Stunde in die Bahn bis in Garmisch,

bis zweieinhalb Stunden mit dem Auto oder zwei Stunden ungefähr,

je nachdem, wie der Verkehr ist, bis in Berchtesgaden oder auch Österreich, Salzburg,

Innsbruck, bist noch ein bisschen länger unterwegs, bist in Italien und das

ist halt für so einen Wochenendtrip einfach sowas von genial.

Und das muss man auch schon mal regelmäßig machen, einfach mal sich da so zu betätigen.

Das habe ich während Corona sehr, sehr häufig gemacht, einfach mal in die Berge zu fahren.

Das war zum Teil dann auch relativ voll, weil wir ja nicht auf die österreichische

Seite konnten und da haben wir ja relativ wenige krasse Berge,

sage ich mal, hier in Bayern mit einigen Höhenmetern.

Dann war es dann doch schon schon relativ voll unten mit dem Parken.

Das konnte man halt auch echt mal vor der Arbeit machen.

Also je nachdem, wann die ersten Meetings sind oder sagst du,

okay, ich komme heute erst irgendwie um ein Uhr ins Büro oder ins Homeoffice,

logge sich ein, fährst halt 6 Uhr, 7 Uhr morgens los, gehst dann wandern.

Jetzt gerade natürlich temperaturtechnisch eher schwierig, kannst eher Skifahren,

aber für den Sommer halt optimal und das ist das, was den Kopf irgendwie frei macht.

Man kann auch laufen, bin ich jetzt aber ehrlich gesagt jetzt nicht so der Typ, würde ich sagen.

Ich habe es noch eine Zeit lang probiert, habe mir dabei die Knie geschrottet, 2018.

Ja, ansonsten alltäglich halt irgendwie mit dem Rad ins Büro fahren und statt

jetzt irgendwie den direkten Weg nochmal irgendwie einen kleinen Umweg,

dass man nochmal ein paar Minuten länger unterwegs ist, hilft auch manchmal.

Mal, aber es ist halt trotzdem...

Alles nichts im Vergleich zu wirklich nochmal zwei Wochen konstant ohne Internet

irgendwie Urlaub zu machen oder eine Woche Hardcore, dass man dort wirklich mal runterkommt.

Das habe ich in den letzten Jahren, würde ich jetzt sagen, auch nicht mehr so

krass gemacht, obwohl ich es mir immer vorgenommen habe, einmal im Jahr irgendwie

wirklich einen Offline-Urlaub zu machen.

Da bin ich halt selbst schuld. Also ich weiß auch, dass ich es eigentlich machen

muss, aber mache es trotzdem irgendwie nicht. Das ist, ja.

Ja, aber ich finde, Naherholung ist ein super wichtiger Punkt,

wo man wirklich viel Energie wieder gewinnen kann.

Ich habe das ja Anfang letztes Jahr im Januar gemacht, als ich mit einem ehemaligen

Kollegen in München, sind wir halt einfach mal einen Tag auf den Berg,

haben uns Schuhe und Spikes angezogen und sind durch den Schnee den Berg hochgestapft

und einfach die Umgebung aufsaugen, die Ruhe.

Ruhe, also die wirklich absolute Ruhe genießen, ist nicht genauso viel wert,

aber ist schon nahezu so viel wert, wie Urlaub haben, weil wenn man jetzt so

einen zweiwöchigen Urlaub hat,

ich bin da zumindest nicht so der Typ, der sich dann zwei Wochen lang mit dem

Handtuch an den Strand legt, das ist dann doch irgendwie auch wieder zu langweilig,

da muss ich schon irgendwie was machen und dadurch ist dann der Urlaub doch

wieder ein bisschen mehr organisieren und mehr unternehmen,

als wenn man tatsächlich einfach mal nur so einen Tag Naherholung macht.

Da muss man aus der Stadt halt tatsächlich einfach raus.

Ja, wenn man im Homeoffice ist, kann man sich vielleicht mit einem Hund rausgehen,

wenn man einen hat oder von mir aus auch die Katze oder mit dem Hasen spazieren gehen.

Das tut auch gut, mache ich zu selten.

Da bin ich auch ganz ehrlich, irgendwie in letzter Zeit hat sich das dann doch

wieder eher mit der Arbeit gestapelt.

Aber da tatsächlich eher auch aus positivem Stress, beziehungsweise aus Stress,

der halt nicht runterzieht, sondern der mehr so ein bisschen pusht,

weil das ja auch ein Thema ist.

Stress ist ja nicht immer nur negativ, sondern kann ja auch mal gute Seiten haben.

Da ist man einfach so richtig im Flow dann.

Genau, dann brennt man einfach mal für die Sache. Da erinnere ich mich gerne

an, wann war das? März, März, April letztes Jahr.

Im Rahmen von der Umstellung von einem Kundenportal. Da habe ich sehr viel Stress

gehabt, aber ich war danach nicht kaputt, sondern ich war danach gehypt.

Und den Urlaub, den ich im Anschluss hatte, der war zwar auch sehr gut,

aber das war fast schon ein Fehler am Platz, weil ich aus diesem richtig guten

Gefühl raus in Urlaub, was natürlich auch praktisch ist, weil ich super schnell

abschalten konnte, aber es war trotzdem so ein bisschen schade, weil,

Da habe ich noch ein bisschen Boost wieder verloren, der irgendwie so mit dabei

war. Und dann kommt man wieder so entschleunigt rein. Das hätte ich mal mitnehmen können.

Aber das kann ja auch sehr gut sein.

Hattest du mal wirklich so eine Phase in deinem Berufsleben,

wo du negativen Stress hattest?

Also sprich zu viel Arbeit, Missmanagement oder so, dass du es irgendwie ausbaden

musstest mit extra vier Stunden, damit irgendwie eine Deadline gehalten werden konnte?

Ähm, nee, eigentlich eher nicht.

Ich habe mich relativ früh angefangen, darauf einzulassen, wie der Workload ist,

das zu managen und für mich selber zu sagen, okay, bis hierhin und nicht weiter,

hier mache ich jetzt Schluss und dann mache ich morgen erst weiter.

Also wenn der Stress halt negativ ist.

Am Dienstag, ich habe gestern den ersten Arbeitstag, da habe ich 10,5 Stunden gearbeitet.

Das war hoher Workload, aber es hat halt keinen negativen Effekt gehabt.

Dann habe ich das auch nicht.

Dann kommt eher so, hey, du kannst jetzt mal Feierabend machen,

ich würde gerne noch ein bisschen Zeit mit dir verbringen.

Aber dass ich halt durch negativen Stress und Zeitdruck...

Eher wenig. Also ich hatte mal ein Projekt, wo es ein bisschen unter Druck stand,

aber das habe ich halt auch über Self-Management tatsächlich ziemlich früh gelernt,

dass ich dagegen steuern kann.

Ich hatte tatsächlich eher negativen Stress durch Bore-Out, weil mir übertrieben

langweilig war. Und das stresst halt auch.

Also einfach das Gefühl, du musst halt arbeiten gehen, beziehungsweise du gehst

arbeiten. Da kann schon das Arbeiten gehen halt, stressig sein,

morgens zur Arbeit fahren ist dann schon ätzend.

Ich hatte es nämlich, während ich beim Kunden vor Ort war, aber auch im Homeoffice

Anfang Corona mal eine Zeit lang, da waren die Aufgaben so wenig,

dass ich nicht wusste, was ich mit meiner Zeit anstellen soll.

Und dann hast du so ganz schnell das Gefühl, du müsstest jetzt was tun,

aber du hast halt nichts zu tun.

Und das ist irgendwie verkehrt. Also ich höre das gelegentlich,

da sagt bei mir, ja, aber ist doch eigentlich nice, wenn du nichts zu tun hast,

dann kannst du auch irgendwas anderes machen. Aber gar nicht.

Also es funktioniert bei mir gar nicht, weil wenn ich dann nichts zu tun habe,

dann denke ich mir, ja, okay, aber ich kann jetzt nicht was anderes machen,

weil an sich werde ich dafür bezahlt, dass ich hier für irgendwen was tue,

aber die Person hat keine Aufträge für mich.

Und ich habe dir das auch gesagt, das war auch super anstrengend,

weil man dann halt zur Arbeit gefahren ist und schon wusste, okay.

Das wird jetzt ein Acht-Stunden-Tag, an dem ich nichts tue und wenn keiner aufpasst,

YouTube gucke, weil ich nicht weiß, was ich machen soll.

Und das ist halt so ein, ja, weiß ich nicht, das ist seltsam,

weil man sich ja eigentlich denkt, so geil, wenn ich nichts zu tun habe und

ich kann halt YouTube-Videos gucken, das macht ja Spaß, aber funktioniert bei mir nicht.

Da kommt dieser Moment so, so, nee, kann ich einfach nicht bringen,

Und dann mache ich das trotzdem so ein bisschen und denke mir so,

nee, überhaupt nicht. Und da war es tatsächlich nachher auch so,

da ging es mir nachher auch einfach schlecht davon.

Da war es so, okay, ich kann das nicht mehr weitermachen und habe dann auch

das Projekt einmal gewechselt und dann war es wieder besser.

Aber ich bin morgens aufgewacht und dachte mir, ich kann nicht arbeiten gehen,

das funktioniert nicht. Und das aus so einem Grund.

Baust du dann auch eine Schuld irgendwie auf gegenüber dem Kunden,

Arbeitgeber, weil du ja da bist, aber trotzdem ja nichts in dem Sinne schaffst, oder?

Ja, also ich hatte da ganz gute Kollegen auch und welche, die schon lange mit dabei waren.

Da war ein Spruch, der mir da im Kopf geblieben ist.

Wir sind hier um acht Stunden lang unsere Arbeitskraft anzubieten.

Fakt ist, dass die Aufgaben gefehlt haben. Und deswegen stimmt das schon so ein bisschen.

Ich habe meine Arbeitskraft angeboten, aber es war halt, das gesamte Team war

zu langsam. Also es hat sehr stark gestockt alles.

Also ich hatte so weit vorproduziert die Software, dass alle anderen nicht mehr

hinterhergekommen sind.

Es kamen aber trotzdem neue Anforderungen, die sind dann umgesetzt worden.

Der Berg an Testschulden ist immer größer geworden, sodass es nicht ging,

dass ich weiterentwickelt habe, weil das wäre nie getestet worden.

Also, der Testaufwand war da zu groß oder, naja, sei es drum.

Vielleicht auch langsame Arbeit, man weiß es nicht. Aber ja,

die Hände waren gebunden, im Grunde genommen.

Also das heißt, wenn das ganze Setting ja schon so suboptimal ist,

dann bleibt dir als Entwickler ja schon fast gar nichts anderes übrig, außer irgendwie,

das Projekt oder den Job zu wechseln, weil du ja in der Form ja gar nicht alleine

irgendwas ändern kannst, weil,

Da ziehen so viele Kräfte irgendwie und da ist man ja auch dann irgendwie machtlos.

Ja, genau. Also wir waren auch einfach, glaube ich, zu viele Entwickler.

Ich bin, glaube ich, sogar tatsächlich im Projekt ersetzt worden,

aber das war schwachsinnig. Also man hätte das auch mit zwei Entwicklern weitermachen können.

Wir waren aber zu viert und das war einfach zu viel.

Aber gut, ich bin dann da raus aus dem Projekt und dann wurde es auch wieder besser.

Nachher wieder ein bisschen schlechter. Ich weiß nicht, ob das an mir liegt,

ob ich einfach zu viel weggearbeitet habe oder so.

Aber da kam es dann wieder so in diese Ecke rein, dass die Aufgaben so wenig sind. Aber ja.

Und ja, hast du versucht, in der Zeit auch mal ein Side-Project irgendwie anzufangen

oder irgendwas Neues auszuprobieren oder ging das einfach gar nicht in dieser

Bore-Out-Situation? Situation?

Also im ersten Projekt habe ich das mal so ein bisschen versucht,

aber da war es halt so, ich war beim Kunden vor Ort und das war halt einfach verkehrt.

Ich bin halt auch nicht so der Typ, der nach seinen acht Stunden rumsitzen dann

zu Hause weitermacht, sondern es war mehr so ein Versuch, während der Arbeitszeit

so ein bisschen was zu machen, aber das ist verkehrt, bin ich ehrlich,

das ist verkehrt, sollte man nicht tun.

Nun, im Homeoffice in Corona habe ich das parallel zur Arbeitszeit ein bisschen

besser hingekriegt, aber habe aus dem Side-Project dann auch ein Start-up gemacht.

Insofern habe ich da für eine Wandlung gesorgt und bin dann raus und dann da voll rein.

Bei dir kriege ich ja viel mit, dass du auch an Wochenenden, Feiertagen und Co.

Immer wieder dran gehst, weil du hast ja schon angesprochen,

du bist immer on fire und irgendwie lässt sich das Ganze nicht los.

Wie kriegst du das hin, dass du dabei nicht durchdrehst, weil du zu viel arbeitest,

weil der Workload einfach so groß ist?

Das ist eine sehr gute Frage, warum ich nicht durchdrehe. Es ist zum Teil,

glaube ich, auch irgendwann Gewohnheit geworden.

Kennst du das, wenn du irgendwie so lange läufst oder so lange irgendwie Schmerzen

hast, bis du den Schmerz nicht mehr wahrnimmst?

Ja, ich kann es mir vorstellen, ja. Ja.

Also irgendwie gefühlt bin ich da mittlerweile an diesem Punkt.

Das ist eigentlich, also ist eigentlich absolut dumm. Es ist absolut dumm,

aber das habe ich aber in den ersten Jahren der Selbstständigkeit ganz anders

irgendwie hingekriegt.

Also in meinen ersten Jahren als Entwickler war ich in Festanstellungen.

Dort konnte ich das auch nicht wirklich und wollte irgendwie möglichst viel

irgendwie von allem mitnehmen und auch nicht loslassen.

Hab dann irgendwie auch Dinge geownt, irgendwie so mental.

Weil ich halt irgendwie vorwärts kommen wollte. Und da bin ich dann irgendwann

doch mal ordentlich auf die Nase gefallen. Vielleicht auch zweimal.

Aber erst die Selbstständigkeit, erst dieses, ich bin für mich selbst verantwortlich

und kann auch über alles bestimmen,

hat dazu gebracht, dass ich auch mal Nein gesagt habe oder auch einfach mal

gesagt habe, okay, ich arbeite jetzt nur mal drei Tage die Woche,

mal vier Tage die Woche und habe dann auch mal wochenlang nichts gemacht.

Oder halt auch mal, wenn ich das Projekt gewechselt habe, gesagt habe,

nee, ich mache erst mal einen Monat dazwischen Puffer und so weiter.

Irgendwann ging das so über, dass ich irgendwie von einem Projekt zum nächsten

gegangen bin, weil ich dann irgendwann gedacht habe, nee, ich habe jetzt irgendwie

ein schlechtes Gewissen, jetzt irgendwie freizunehmen und keine Ahnung,

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